Basiswissen   Spiegeltechniken   Programmwahlschalter   Die Blendeneinstellung   Die richtige Objektivauswahl   Tipps und Tricks  

Die Blende

... reguliert den Lichteinfall in die Kamera. Sie arbeitet so ähnlich wie eine Jalousie: Je nach Einstellung lässt sie mehr oder weniger Licht durch. Sie ist in das Kameraobjektiv eingebaut und besteht aus mehreren Metall-Lamellen, die in der Mitte eine kreisförmige Öffnung bilden.

Objektive haben zum Abblenden unterschiedliche Blendenstufen, also Blendenzahl *1,4 (Wurzel aus 2) gerundet, bezeichnet die einzelnen Stufen:

1,0 - 1,4 - 2.0 - 2,8 - 4,0 - 5,6 - 8 - 11 - 6 - 22 - 32

Eine Erhöhung der Blendezahl um eine Stufe bedeutet Halbierung der Fläche, daher Wurzel 2. Damit das Bild gleich hell bleibt verdoppelt man dann die Belichtungszeit.

Konkret: Blende 4 + 2 Blenden = Blende 8

An der Kamera lassen sich zusätzlich Zwischenwerte im Abstand von 1/2 bzw. 1/3 Blende einstellen. Mit jeder Blendenstufe verringert sich die durchgelassene Lichtmenge auf die Hälfte. Die eigentliche Schärfe erreicht ihren Höchstwert je nach Objektiv etwa bei f/4 bis f/11. Der Schärfentiefebereich vergrößert sich mit zunehmend geschlossener Blende. Die Beugungsunschärfe legt sich etwa ab f/11 zunehmend über das gesamte Bild.

Die Kunst ist es, die optimale Schärfe aus diesen Werten zu ziehen. Das geht im Allgemeinen durch Fotografieren, Beobachten, Vergleichen und Erfahrungen mit jedem einzelnen Objektiv sammeln. Man braucht sich nur bei Objektiv-Tests die Werte anschauen. Gute Objektive legen bis ca. 2 Blenden abgeblendet an Schärfe zu, dannach bleiben sie gleich und gehen bei 11 wieder runter. Je besser, desto mehr wandert das Maximum zu offeneren Blenden.

Daher ist die Fastformel von {Offenblende + 2 Blenden} durchaus optimal. Damit hat man einen sehr breiten nutzbaren Bereich. Scherben zeichnen sich dagegen aus, dass sie von der endlich erreichten Schärfe bei Blende 11 nahtlos in die Beugung gehen oder bei Blende 16 besser wären, wenn es die Beugung nicht gäbe.

Heißt konkret, wenn man bei einem lichtschwachen Zoom eine Blende von 5,6 am langen Ende hat, bleibt für beste Qualität nur der Bereich von 8-11 oder 11-16, außer bei wirklich erstklassigen Objektiven, die nahe der offenen Blende auch schon gut sind!

Testbilder zeigen, dass man mit Abblenden nicht an Schärfentiefe gewinnt, sondern die Schärfe gleichmäßig runterzieht. Beugung schlägt halt bei kleinerem Sensor früher zu buche.

Dafür eine Belichtungsserie mit Stativ durchführen:

  • ISO fest einstellen (unbedingt)

  • WB nicht automatisch

  • Belichtung manuell, Blende eine Stufe runter => Zeit verdoppeln

  • Manueller Fokus über Display bei maximaler Vergrößerung,
        am besten nach ändern der Blende, denn es gibt Objektive, bei denen sich die Fokusebene beim Abblenden verschiebt.

  • Auslösen mit SVA und Selbstauslöser oder Fernauslöser.

  • Startseite Analogfotografie Digitalfotografie mein Equipment Bilder-Galerien