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Analoge Zeit: 18°DIN waren ASA 50 (ISO 50/18°) und 21°DIN waren ASA 100 (ISO 100/21°)


    Nimm Dir Zeit und Deine Kamera in die Hand und studiere sehr intensiv die einzelnen Funktionsknöpfe und die möglichen Einstellungen im Menü (Du hast ein Handbuch!)...

... bist Du mit den Begriffen und Werten absolut vertraut, dann geht es jetzt los:

Drei Dinge sollen Dir dabei in Fleisch und Blut gehen: ISO, Blende und Verschluss.



Suche Dir zunächst ein beliebiges Motiv, das nicht weglaufen kann (!) und schalte das Modus-Wahlrad auf die Stellung "M", was bedeutet, Du machst jetzt alles falsch und das auch noch manuell (Modus: M).

Wähle folgende Einstellwerte: ISO 800, Blende f/8 und Verschluss 1/250 sec. Fotografiere Dein Motiv (es geht jetzt um die Technik, nicht um Bildformat, goldener Schnitt und Schönheit).

Die 3 Einstellmöglichkeiten: Belichtungszeit, Blende und ISO-Wert nimmst Du Dir der Reihe nach vor und verstellst sie pro Bild (nur einzeln) um einen Wert, beginn mit der Belichtungszeit.

Ist das Bild zu dunkel, belichte einfach länger. Dabei kannst Du die Zeit stufenweise verlängern, auslösen, und schauen, ob Dir das Ergebnis gefällt. Dann kannst aber auch den eingebauten Belichtungsmesser zur Einstellung benutzen, und solange die Belichtungszeit ändern, bis die Belichtungswaage stimmt. Dann löst Du aus, und hast ein perfekt belichtetes Bild.

Das war doch einfach, oder?

Bitte lösche die fehlbelichteten Bilder nicht, sondern schau sie Dir später auf dem Rechner mal genauer an. Sie dienen immer noch dazu, Erkenntnisse zu gewinnen, und dann kannst Du sie später immer noch löschen.

Spiele mit der Kamera, und erzeuge nach dem "perfekten Bild" eine ganze Reihe Fehlbelichtungen. Verändere die Belichtung immer um ganze Stufen (also keine Drittelwerte) und mach die Bilder so lange dunkler bis sie fast schwarz sind. Dann setze die Reihe in der anderen Richtung fort, und belichte so lange, bis die Bilder fast weiß sind. Damit bekommst Du ein Gefühl dafür, wie viel eine Belichtungsstufe ausmacht. Außerdem wirst Du merken, dass es Belichtungszeiten gibt, bei denen Du die Kamera nicht mehr ruhig in der Hand halten kannst, denn die Bilder werden verwackeln. Auch das kannst Du später am Rechner nochmal genauer nachvollziehen.

Wenn Du mit den Belichtungszeiten einigermaßen vertraut bist, geh noch einmal in die oben genannte Grundeinstellung, und verändere nur die Blende, auch um jeweils eine ganze Belichtungsstufe. Du wirst sehen, dass die Bilder heller werden, wenn Du die Blende weiter öffnest, und dunkler, wenn Du sie weiter schließt. Eigentlich ist das doch logisch.

Nach der Blendenreihe mit unterschiedlich hellen Bildern such Dir ein Bild mit der korrekten Belichtung aus, und stelle die Kamera nochmal auf diese Einstellungen. Jetzt fotografiere eine weitere Reihe, indem Du die Blende eine ganze Stufe schließt, und die Belichtungszeit gleichzeitig verdoppelst.

Beispiel: aus Blende f/8 und 1/250 sec wird Blende f/11 und 1/125 sec. Mach ein Bild, und führe die Reihe fort, bis Du am Ende der Blendenskala angekommen bist. Mach das selbe auch in der anderen Richtung bis zum Blendenanschlag. Alle Bilder sollten jetzt theoretisch gleich hell sein, solange die Belichtungsverhältnisse sich nicht geändert haben. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen den Bildern. Sie haben unterschiedliche Schärfentiefebereiche. Schau sie Dir unter diesem Aspekt mal genau an, dann verstehst Du auch selbst, was das ist.

Nun fehlt noch die letzte Einstellung: der ISO-Wert. Dieser Wert ist genauso in Belichtungsstufen gestaffelt wie die Zeit- und Blendeneinstellungen. Verringere den ISO-Wert von 800 auf 400, dann ist der Sensor nur noch halb so lichtempfindlich. Im Gegenzug kannst Du entweder die Belichtungszeit verdoppeln oder die Blende um eine Stufe öffnen.

Wenn Dir die Zusammenhänge dieser drei Werte richtig klar sind, dann kannst Du damit anfangen, sie für jedes Bild zu optimieren, so wie es das aktuelle Motiv erfordert.

Damit hast Du den Foto-Grundkurs erfolgreich abgeschlossen.


Digitale Zeit: Das Histogramm richtig verstehen.

  Siehst Du im Histogramm diese Werte, dann bedeutet das, dass Dein Foto ist überbelichtet. Die grössten Anteile des Fotos sind somit sehr hell (also weiss). Dadurch gehen feine Strukturen und Details verloren.
  Sollte Dein Foto ein Histogramm anzeigen, dass so aus sieht wie hier – dann ist Dein Foto unterbelichtet. Hierbei kannst Du genau umgekehrt wie im ersten Beispiel vorgehen. Einfach mit einer helleren Aufnahme das Foto noch einmal machen.
  Hat Dein Histogramm Werte wie dieses hier (oder ähnlich), dann verrät es Dir, dass die meisten Details gut zu erkennen sind. Das Foto ist weder unter – noch überbelichtet. Dazu muss man sagen, dass es ganz auf das Foto ankommt und Histogramme wirklich sehr unterschiedlich aussehen können. Dieses hier dient nur als Beispiel.

  Also noch einmal zum Mitschreiben.

Das Histogramm stellt die unterschiedlichen Tonwerte eines Bildes grafisch dar.

Auf der linken Seite sieht man die schwarzen Anteile des Fotos und auf der rechten Seite die Weissen, da zwischen liegen die Grauwerte.

Wie im Video erklärt, werden hier die verschiedenen Helligkeitswerte mit 256 Zahlen benannt. 100 % Schwarz = 0 und 100% Weiss = 255. Die Zahlen 1 – 254 benennen die Werte da zwischen.

Das Histogramm beim Shooting immer lesen und nutzen!


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